Sicherheitsschaltung für Laserprojektoren (Laser-Safety)





Aufgabe einer Laser-Safety

Bei Showlaseranlagen wird ein Laserstrahl permanent sehr schnell abgelenkt, so dass für das langsame, menschliche Auge der Eindruck kompletter Linienzüge entsteht. Die Energie des Laserstrahls wird somit auf eine lange Wegstrecke verteilt und dadurch ungefährlich. Sollte durch einen Defekt die Ablenkeinheit, der sogenannte Laserscanner, stehenbleiben, trifft die komplette Energie auf einen einzelnen Punkt. Sollte sich durch einen unglücklichen Zufall in genau diesem Punkt das Auge eines Zuschauers befinden, so kann die hohe Energiedichte des Laserstrahls zu Schäden auf der Netzhaut führen.
Daher verlangt der TÜV bei öffentlichen Showlasereinrichtungen eine Strahlüberwachung, die einen solchen Fehlerfall erkennt und die Laserstrahlung innerhalb kürzester Zeit abschaltet.
Meine eigenen Laserprojektoren verwende ich zwar nicht für öffentliche Vorführungen die eine TÜV-Abnahme erforderlich machen würden, aber mit Rücksicht auf mein eigenes Augenlicht und das meiner Gäste habe ich eine Schutzschaltung entwickelt, die nicht nur die Strahlablenkung, sondern noch weitere Parameter des Laserprojektors überwacht:
Als Zugabe befinden sich auf der Platine noch ein ILDA-Eingangsadapter mit differentieller Signalauswertung und zwei Laserdiodentreiber (max. Diodenstrom 300mA) für eine rote und eine Blue Ray Laserdiode.

Unterseite verdrahtet in Fädeltechnik. Die zahlreichen SMD-Bauteile sind durch das Drahtdickicht schlecht zu erkennen.
Safety eingebaut in einen Laserprojektor. Die drei Bedientaster und LED's sind rechts oben in der Frontplatte zu sehen.
Ansicht ohne Frontplatte.
Mit dem angepassten Minilumax Testprogramm können sämtliche Parameter der Safety konfiguriert werden.